Wer war der Künstler?

Das Gewinnspiel ist beendet (Einsendeschluss 20. Okt 2010).

Wir danken den zahlreichen Teilnehmern, die Gewinner werden im Heft 4/10 bekanntgegeben.

Der Künstler war .... oder wollen Sie ausser Konkurenz mitraten?

Am Ende der Seite steht ein Link zur Lösung

Populär und unbekannt: So heißt auch eine Sonderausstellung mit weitgehend unbekannten Gemälden, Zeichnungen und Plastiken des Künstlers im Museum, das seinen Namen trägt.

 

Ein Beispiel aus der Fülle von Naturstudien, die das Schaffen
unseres Künstlers sein Leben lang bestimmt hatten.

Denn zu Ruhm kam das 1908 verstorbene Multitalent mit seiner einzigartigen Verschmelzung zweier Kunstformen zu einer, die von einer bornierten Kunstkritik jahrzehntelang als komische Kinderei abgetan wurde. Heute gilt unser Künstler auch international als Ahnherr dieser Kunstgattung.

Der kleine Naturforscher

Noch weniger bekannt als seine Malerei ist der Gesuchte als gewissenhafter Naturbeobachter. Von seinen populären Arbeiten abgesehen, zieht sich eine intensive Naturverbundenheit von früher Jugend bis zu seinem Tode im Jahr 1908 als Leitmotiv durch sein Schaffen. Angeregt wurde seine systematische Beschäftigung mit der Natur durch seinen Onkel Pastor Georg Kleine, einem bekannten Naturforscher. Der neunjährige Knabe erhielt ab 1841 Privatunterricht von Kleine, der ihn an naturwissenschaftliche Studien heranführte und zum Zeichnen animierte. Ohne seine akademischen Pflichtübungen zu vernachlässigen, hielt er seine eigenen Naturbeobachtungen in zahlreichen Studien fest und widmete sich sein Leben lang mit großer Leidenschaft den Menschen seiner norddeutschen Heimat, der Landschaft mit ihren Details, wie Bäume, Pflanzen, Findlingssteinen und Tieren.

Rückzug aufs Land

In seinen letzen Lebensjahren zog er sich komplett in sein kleines Landgut und ein einsiedlerisches Leben zurück; von gesellschaftlichen Ereignissen hielt er sich wohl auch deshalb fern, weil er sich seiner Alkoholsucht bewusst war und nicht in Versuchung kommen wollte. Geld war kein Problem; die Rechte an all seinen Werken hatte er an den Verlag Bassermann für – nach heutiger Kaufkraft – eine Viertelmillion Euro verkauft, für den Verlag ein Schnäppchen angesichts der ungeheuren Auflagen seiner Bücher. Bis heute wurden an die sieben Millionen Exemplare seines 1863 erschienenen Hauptwerks gedruckt – von dem er in künstlerischer Hinsicht nicht viel hielt; solche und ähnliche Arbeiten, mit denen er berühmt wurde, hatte er zeitlebens als Brötchenarbeit betrachtet, die ihm weniger wichtig waren als seine wenig erfolgreichen Versuche als Opernlibrettist.

Trost fand der Künstler in der Natur. Denn für sein malerisches
Werk – hier ein Ausschnitt aus einem seiner zahlreichen Ölgemälde –
fand er schmerzlich wenig Anerkennung. 

Natur als Gleichnis

Die Welt sah ihn anders, als er sein wollte, und manche Biographen meinen, dass der pessimistische Grundzug seines Charakters – der auch in manchen seiner populären Werke durchleuchtete – damit zusammenhing, dass er sich als Künstler gescheitert sah; jedenfalls gemessen an seinen eigenen Ansprüchen. Trost spendete ihm der Umgang mit der Natur und den Tieren, mit denen ihn tiefes Mitgefühl verband; seine Lebensphilosophie ließ ihn auch vehement eine vegetarische Lebensweise propagieren. Zugleich wurde ihm das Werden und Vergehen in der Natur immer mehr zum Gleichnis. In einem Brief schrieb er drei Jahre vor seinem Tod: "Täglich beseh ich im Garten die träumenden Pflanzen. Sie leben noch, erwachen wieder, wenn der Frühling kommt, und so nehm ich sie als Bild unseres eigenen Daseins."

Wer war´s?

Die Lösung steht hier

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