Sonderheft [Nr. 106]

In diesem Sonderheft widmen sich unsere Autoren ganz und gar und unter vielen Aspekten der Landschaftszeichnung und dabei natürlich auch ihren natürlichen und architektonischen Elementen. Und dazu gehört Gestein: in natürlicher Form oder als Mauerstein, als Felswand oder Kiesel.
 

Hier können Sie sich beim Durchblättern einiger Seiten einen ersten Eindruck von dieser Ausgabe machen.

Blick ins Heft

Spaziergang durchs Heft

Was so sehr mit Leblosigkeit und Monotonie verbunden scheint, dieses Material gilt nicht unbedingt als appetitliches und sozusagen motivierendes Zeichenmotiv. Zu Unrecht, wie wir Ihnen anhand von Skizzen und Bleistiftzeichnungen zeigen und Sie dabei ermuntern sich dem schroffen Hochgebirge ebenso zu widmen wie dem Steinmäuerchen am Wegrand.


 

 

 

 

 

Ebenso einladend für Studien und Übungen ist natürlich das Material Holz mit seinen vielfältigen Strukturen. Routinierte Zeichner wissen natürlich viel besser als Einsteiger, wie sehr das Gelingen einer realistischen Zeichnung von der gekonnten Schraffur abhängt. Und diese vom routinierten Strich. Hier ein probates Gegenmittel gegen bloße Schraffurübungen: Zeichen Sie Wolken oder Wellen und genießen Sie es, wenn aus Übungen unversehens eine präsentable Zeichnung entsteht!

Das Gegenstück zur rein natürlichen Landschaft bildet die – bis aufs Wasser – komplett künstliche Welt eines Großhafens: Stimmung durch Stahl in einer eindrucksvollen Demonstration mit Bleistift. ((S. 32))

 

 

 

Das Zeichenwerkzeug bestimmt die Bildwirkung mit, und Tuschestifte bringen harte Linien in die Landschaft: deutlicher als beim Bleistift mit seinen unterschiedlichen Grauwerten ist hier der Schwarzweiß-Kontrast; wie also beispielsweise sanft schattieren? Auch hier zählt nur die Schraffur. Was übrigens auch für das Zeichnen mit farbigen Tuschestiften betrifft. Zwar sitzt der Strich sitzt, doch lassen sich auch interessante Lasureffekte erzielen. Macht Spaß!

Viele Landschaften komponieren sich sozusagen selbst und liefern, sofern der Ausschnitt stimmt, von Natur aus das passende Vorbild; trotzdem ist jede Ansicht letztlich subjektiv, und der künstlerische Anspruch liegt darin, die Atmosphäre einer Landschaft und die aus Sicht des Zeichners wesentlichen Züge herauszuarbeiten. Bei manchen Motiven am wichtigsten ist das Spiel mit Nähe und Ferne: Immer wieder faszinierend zu erfahren, wie und mit welchen Mitteln diese räumliche Dimension in das plane Papier zu bringen.

 

Autoren und Redaktion wünschen Ihnen viel Freude mit dieser Ausgabe!

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Alex Bernfels (Autor),
Norbert Landa (Herausgeber)

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