Ein Spaziergang durch das Heft
Ausgabe [Nr.4/10] Ausgabe bestellen
Zeichnen + Malen = Pastell

Die einen nennen es Pastellmalerei, die anderen eine Pastellzeichnung. Beides hat was für sich: Das Verschmelzen von Farben – und überhaupt die farbliche Dominanz – hat etwas Malerisches an sich. Der trockene Strich hingegen und der ganze Bildaufbau kommt vom Zeichnen, und das macht die Sache vergleichsweise einfach: bei ohnehin simplen Motiven wie den Früchten sowieso, aber auch bei den ebenso komplexen wie wunderschönen Pastellen wie bei den Blumenmotiven in unserem kleinen floralen Pastellkurs.
Zeichnen pur

Ganz ohne Farbe, nämlich mit dem Bleistift in Graustufen, geht es hinunter in den Keller, wo sich der Blick auf Schwarz und Weiß (und alle Zwischenwerte) einerseits verengt, auf der anderen Seite jedoch für die Feinheiten von von Licht, Schatten und Oberflächenstrukturen erweitert: Das ist sozusagen Zeichnen(lernen) pur, ohne weiteres farbliches Zutun.
Effekvoll komponieren

Wie eine Landschaft aussieht (oder ob sie überhaupt nach etwas aussieht), wenn sie keines Menschen Auge erblickt, ist eine philosophische Frage; wenn jedoch jemand hinschaut, sieht er die Natur immer auf seine eigene Weise. Um diesen subjektiven Blick geht es beim Komponieren einer Landschaftszeichnung. Das ist aber längst nicht alles. Denn schließlich zeichnen wir ja ein Bild von einer Landschaft und nicht die Landschaft selbst. Und für dieses Bild sollte man sich künstlerische Freiheit nehmen; nur selten ist eine Szenerie von sich aus perfekt. Wenn Sie also Ihre Zeichnung durch eigenes Zutun und Wegnehmen spannend, interessant und vor allem räumlich gestalten wollen – hier zeigen wir Ihnen die wichtigsten "objektiven" Regeln.
Charakterköpfe

Man wüsste gerne, wie Pferde auf jemanden wirken, der noch nie eines gesehen hat. Würde sie dieser Jemand auch als so elegant, dynamisch und ausdrucksstark empfinden – oder als ebenso abstrus wie ein Hadrosaurier? Wahrscheinlich ist es die Vertrautheit mit Pferden, die uns erlaubt, den Charakterkopf zu erblicken und die emotionale Nähe. Wer kann schon schon dem Drang widerstehen, den Ausdruck in einem solche Doppelporträt als irgendwie menschlich zu (be)zeichnen?


